Historisches von Grundsheim
Erstmals wurde Grundsheim 1083 geschichtlich erwähnt. Die Herren von Grundsheim besaßen auf dem Gelände der heutigen „Schlosswiesen“ eine Wasserburg. Heute bildet die Gemeinde kirchlich und politisch eine selbständige Einheit. Bereits seit 1275 existiert die Pfarrei Grundsheim
Dominiert wird die Dorfmitte von der in den Jahren 1720 – 23 im Barockstil erbauten Pfarrkirche St. Martin. Eingerahmt wird die Kirche vom sogenannten Kaplaneihaus und dem Pfarrhaus. Das Kaplaneihaus entspricht in seiner klaren Gliederung der Pfarrhausarchitektur des 18. Jahrhunderts. Das Pfarrhaus ist durch seine klassizistische Formensprache ein Beispiel für Pfarrhausbauten aus dem 19. Jahrhundert.
Das Gesamtensemble der Dorfmitte wird durch das Rathaus und den neu geschaffen Dorfplatz mit dem Dorfbrunnen passend abgerundet. Für den Spiel- und Freizeitspaß wurden von aktiven Eltern ein neuer attraktiver Kinderspielplatz in der Dorfmitte gebaut.
Die Gemeinde Grundsheim liegt im äußersten Süden des Alb-Donau-Kreis.
Grundsheim ist neben der direkt angrenzenden Gemeinde Oberstadion und Unterstadion eine der 3 „Winkelgemeinden“ im Verwaltungsraum Munderkingen.
Die dritt kleinste Gemeinde in diesem Verwaltungsraum hat sich ihre politische Selbstständigkeit durch den Anschluss an die Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen im Dezember 1971 bei der Gemeindereform erhalten.
Ortsgeschichte von Grundsheim in Kurzform
| Jahr | Ereignis | |
| 1083 | Erstmalige geschichtliche Erwähnung als Grundelheim, Eigentümer waren die Brüder Gerung und Hildebrand von Grundelheim | |
| 1293 | Damaliger Ortsherr, Ritter Walter von Stadion stellte in seiner Burg in Grunzheim eine Urkunde aus. | |
| 1401 | wurde urkundlich erwähnt, dass Jopp von Halle zu Grundsheim und sein Bruder Ritter Walter Jopp die Ortsherren waren. | |
| 1424 | Berthold von Stein aus Uttenweiler erlangte durch Kauf oder Heirat die Herrschaft in Grundsheim. | |
| 1501 | erlangte Wilhelm von Rechberg durch Einheirat die Herrschaft in Grundsheim. | |
| 1558 | Ortsherrin Witwe Margarethe von Rechberg geborene von Nippenburg | |
| 1613 | Nachfolger wurde Hans Philipp von Nippenburg zu Grundsheim und Hemmingen, württembergischer Erbschenk | |
| 1646 | Johann Friedrich von Bissiningen übernahm die Herrschaft Grundsheim. Er nannte sich in der Folge von Bissingen - Nippenburg und wurde 1647 in den Reichsfreiherrenstand erhoben. | |
| 1746 | folgte für die Familie eine weitere Standeserhöhung, sie wurden Reichsgrafen | |
| 1789 | verkaufte Graf Ferdinand Ernst von Bissingen-Nippenburg die Herrschaft Grundsheim an Fürst Karl von Thurn und Taxis.. | |
| 1806 | fiel der Ort an Württemberg und gehörte im Rahmen des Oberamt Riedlingen zum thurn – und taxischen Patrimonial-Obervogteiamt Buchau – Riedlingen | |
| 1809 | wurde die selbstständige Gemeinde dem OA Riedlingen zugerechnet | |
| 1938 | gehörte Grundsheim zum Landkreis Ehingen | |
| 1971 | Beitritt der Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen | |
| 1973 | ehört die selbständige Gemeinde dem Alb-Donau-Kreis an | |
Quelle: Der Alb-Donau-Kreis II, Kreisbeschreibung, Jan Thorbecke Verlag
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Veränderungen in den letzten Jahren
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Maßnahmen in der Gemeinde
Bereitstellung von Baugrundstücken im Baugebiet „Leimgrube“ 1992 Grundstücksgrößen zwischen 700m² und 900m², Kosten ca. 70 – 80 DM/m²
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Durchführung eines Klassischen Flurbereinigungsverfahrens von 1992 bis heute. Aktuell noch nicht abgeschlossen Details hierzug: |
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Neugestaltung der Ortsmitte 1994 bis 2000Grundlegende Sanierung des Rathauses Verlegung der Bushaltestelle Gestaltung des Dorfplatzes mit Brunnen, Anschlagstafel und Sitzgelegenheit Ausbau des Kirchweges Anlegung des Kinderspielplatzes „Dorfmitte“
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Ökologische Renaturierung des Reutibaches 1996 Der Gewässerverlauf des Reutibaches wurde unter Berücksichtigung der Topographie, der landwirtschaftlichen Nutzung und der Gewässerökologie in den Tiefpunkt des Reutibachtales verlegt. Dies war die Voraussetzung zur gestalterischen und ökologischen Neuausrichtung des Reutibaches.
Ergebnisse der Reutibachrenaturierung: · Neutrassierung des Reutibaches in den Taltiefpunkt · Neugestaltung des Gewässerprofils auch als Ersatzaue für Hochwasser · Ausweisung von Uferschutzstreifen mit einer Gesamtbreite von 25 m. · Strukturierung der Randstreifen mit einer gewässerbegleitenden Gras- und Krautflur · Entwicklung einer biologischen Durchgängigkeit für die Aquafauna · Anbindung bestehender Wassergräben · Einbau von Sohlstufen in losen Steinrampen · Pflanzung von ortsrandgestaltenden und talraumprägenden Gehölzen
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Neubau eines Feuerwehrgerätehauses 1998/99 Ziel der Gemeindepolitik war bisher den dörflichen Charakter zu stärken und die für die Gemeinde mögliche Infrastruktur zu schaffen bzw. zu erhalten.
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